Pressemitteilung: Höchst befremdliche Rückschlüsse aus Kriminalstatistik (13.02.2018)

Höchst befremdliche Rückschlüsse aus Kriminalstatistik

Nach Einschätzung von Horst Reschke, sicherheitspolitischer Sprecher der AfD im Römer, verfängt sich der Sicherheitsdezernent Markus Frank gehörig in den Fallstricken der Kriminalstatistik. Reschke verweist auf einen Bericht in der FR, demzufolge sich Stadt und Polizei im Kampf gegen den Rauschgifthandel bestätigt sähen, obwohl die Zahl der festgestellten Drogendelikte im Bahnhofsviertel seit vier Jahren beständig steige. Seien es im Jahr 2017 genau 530 Fälle gewesen, in welchen die Polizei Anzeigen wegen des Handels mit Betäubungsmitteln geschrieben habe, sei diese Zahl 2014 noch mit 119 angegeben worden, schreibt die FR. Ebenso habe die Zahl der Beschuldigten: von 119 im Jahr 2014, auf 396 im vorvergangenen Jahr zugenommen. Bei beiden Größen sei für 2018 mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Frank zufolge werde der Masterplan für mehr Sicherheit und Sauberkeit im Bahnhofsviertel ‚erfolgreich in die Praxis umgesetzt‘. Schließlich sei der Handel mit Drogen ein sogenanntes Kontrolldelikt mit hohem Dunkelfeld. Je öfter die Polizei also kontrolliere, desto mehr Straftaten stelle sie fest, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter.

„Damit will Frank den Bürgern einreden, trotz einer Zunahme der Anzeigen von Rauschgiftdelikten bedeute dies keine Steigerung der damit verbundenen Kriminalität. Das ist in dieser Vereinfachung schlichtweg falsch“, so Reschke. Ausgangspunkt von Franks Überlegung sei die Feststellung, Drogendelikte habe es im Bahnhofsviertel immer schon gegeben. „Bereits das könne man anzweifeln. Sicher ist aber, die Delikthäufigkeit unterliegt Schwankungen, d.h. es gibt sie einmal mehr oder auch weniger. Und der Eindruck der Anwohner ist eben jener, dass es mehr geworden sind“, sagt der AfD-Stadtverordnete.

„Mit dem Hinweis darauf, dass Drogendelinquenz ein Kontrolldelikt ist, macht es sich Frank besonders einfach. Wo die Polizei viel nachprüft, gibt es natürlich viel anzuzeigen. Diese Argumentation wird zweifelhaft, wenn man den Gedanken auf den Verkehr überträgt. Parkverstöße sind schließlich auch ein Kontrolldelikt. Nur wenn viel falsch geparkt wird, können selbstverständlich viele Knöllchen geschrieben werden“, erläutert der AfD-Stadtverordnete.

Die Beschönigung mit dem Verweis ‚Kontrolldelikte‘ tauge nicht, um das tatsächliche Ausmaß der Drogenkriminalität im Bahnhofsviertel klein zu rechnen. „Hier wäre ein Indikator geeigneter, dem die Menge der sichergestellten Schmuggelware zugrunde liegt“, schlägt Reschke vor. Und weist darauf hin: „Genau diese Mengen rechnen sich bereits nach Tonnen“.

Kontakt: fraktion@afd-im-roemer.de