Wahlprogramm: 15. Sport

15. Sport 

Die AfD fordert, kommerzielle profitorientierte Sportgroßereignisse nicht zusätzlich aus Steuermitteln zu subventionieren. Die Sportinfrastruktur für den Breitensport ist dem zunehmenden Bedarf anzupassen und die Sportvereine sind angemessen zu unterstützen. 

Problem: 

Der organisierte Sport in Frankfurt hat derzeit mehr als 200.000 Mitglieder, 190.000 davon in Turn- und Sportvereinen, weitere 20.000 in den Betriebssportgruppen. Es existieren 430 Turn- und Sportvereine. Frankfurt hat eine sportliche Vielfalt zu bieten, wie kaum eine andere Stadt in Deutschland. Dies wird von der Stadt zu wenig gefördert.

Aktuell ist eine Einschränkung der Aktivitäten von Sportvereinen durch die Belegung von Sporthallen mit Flüchtlingen zu beobachten.

Ursache: 

Aus dem Sport-Etat der Stadt Frankfurt werden zahlreiche kommerzielle PrestigeVeranstaltungen finanziell unterstützt, die der Bevölkerung keinen Nutzen bringen. Bergründet wird dies vom Magistrat mit dem angeblichen „Prestigegewinn“ für die Stadt. Beispiele: Fußball-WM, Olympia-Bewerbung, Ironman, Radrennen u.a.

Lösung: 

Die AfD fordert, kommerzielle profitorientierte Sportgroßereignisse nicht zusätzlich aus Steuermitteln zu subventionieren. Dagegen muss der Breitenund Vereinssport verstärkt gefördert werden. Gerade in Sportvereinen zeigt sich bürgerschaftliches Engagement wie in kaum einem anderen Bereich. Daher ist es der AfD Frankfurt wichtig, dieses bürgerschaftliche Engagement nicht durch überbordende Bürokratie einzuschränken. Die Verwaltung eines Vereins muss weiterhin ehrenamtlich zu leisten sein. Daher sind Vereine so viel wie möglich von Verwaltungstätigkeiten zu entlasten. Diese entstehen z.B. durch die Beantragung von Beitrags-Bezuschussung von sozial schwachen Mitgliedern, den Zuschuss für die Platzpflege oder den Getränkeverkauf bei Heimspielen. Hier schlagen wir vor, dass Sportdachverbände vermehrt die durch sie vertretenen Vereine durch ihre hauptamtlichen Beschäftigten bei der Vereinsverwaltung unterstützen.

Die Sport-Infrastruktur der Stadt Frankfurt ist derzeit noch als gut zu bezeichnen. Damit dies auch so bleibt, sollte jedoch nicht der gleiche Fehler wie bei der Schulinfrastruktur begangen werden. Rechtzeitige Investitionen in den Ausbau und Erhalt von Sporthallen, Sportplätzen und Schwimmbädern verhindert, dass es hier wie bei den Schulen zu einem Investitionsstau kommt. Daher unterstützt die AfD Frankfurt den Bau des neuen Familienbades bei der Eissporthalle.

Wir fordern ferner, dass die Sportinfrastruktur, wie die Schulen, mit der Zunahme der Bevölkerung und der damit verbundenen größeren Nachfrage Schritt halten muss. Zusätzlicher Bedarf besteht heute bereits im Bereich Fußball, im Turnen und im Schwimmen. Hier wollen wir die Initiative weiter ausbauen, dass die Stadt Vereine bei ihren eigenen Bauvorhaben finanziell unterstützt. So entsteht von Beginn an eine stärkere Bindung der Nutzer mit „Ihrer“ Halle. Auch möchten wir prüfen, inwiefern die Aulen von Schulen oder Kindertagesstätten abends verstärkt durch Sportvereine als Sportflächen genutzt werden können.

Eine Zweckentfremdung von Sporthallen – z.B. durch Belegung mit Flüchtlingen – lehnen wir grundsätzlich ab. Gerade die Aktivitäten von Sportvereinen sind enorm wichtig für die Gesundheit der Bevölkerung und den sozialen Zusammenhang. Sportvereine erfüllen wichtige Aufgaben in der Integration von Zuwanderern. Jede Einschränkung von Sportvereinen lehnen wir daher grundsätzlich ab.