Rede des Stadtverordneten Willy Klinger in der Aktuellen Stunde zur Frage 5
Sehr geehrte Frau Vorsteherin,
sehr geehrte Damen und Herren,
so wie es aussieht, ist die Stadt Frankfurt weiterhin voll auf Kurs, wenn es um die Wärme- und Energiewende geht. Ehrlich gesagt wundert mich das ein wenig, dass man in Zeiten permanenter und signifikanter Teuerung für den Endverbraucher – den Bürger – in allen Lebenslagen und Bereichen immer noch an seinem Plan, von Frankfurt aus das Weltklima retten zu wollen, festhalten kann. Erneuerbare Energien fahren für die Mainova Verluste ein, das haben wir gehört.
Aber schauen wir auch noch mal in den Artikel der FAZ vom 02.05.2026, da heißt es ganz klar vom Mainova-Vorstand: „Preiserhöhungen, die werden kommen“. Ist auch irgendwie klar, wie das sein kann, woran das liegt. Denn die Investitionen, die gefahren werden müssen, um die Energie- und Wärmewende voranzutreiben und von Gas und Kohle wegzukommen, die sind natürlich massiv, meine Damen und Herren. Ob das irgendwie sinnvoll oder in der angestrebten Zeit überhaupt machbar ist, diese Frage stellt sich Ihnen scheinbar nicht. Den Endverbraucher interessiert im Zweifelsfall die Rettung des Weltklimas auch nicht, sondern eher, ob er seine Rechnungen bezahlen kann.
(Beifall)
Zudem sind steigende Energiepreise Gift für die Wirtschaft, aber auch das ist natürlich Nebensache, wenn es um die Verhinderung der Apokalypse geht, ist ja klar. Ich sage Ihnen mal eine Sache voraus, meine Damen und Herren, die Akzeptanz bei der Bevölkerung für die geplante Energie- und Wärmewende wird irgendwann völlig wegbrechen. Die Leute werden sich diesen Luxus eines klimaneutralen Frankfurts, der noch zu Zeiten des Überflusses durch die Politik hier angestoßen wurde, einfach nicht mehr leisten können.
(Beifall)
Gleiches gilt übrigens für die Stadt als Ganzes. Wohlfühlpolitik, für die man Unsummen ausgibt, um jährlich den globalen CO2‑Ausstoß von Frankfurt aus um 0,000-irgendwas Prozent zu senken, ist halt teuer, meine Damen und Herren.
(Zurufe)
Zahlen muss das am Ende sowieso der Bürger. Wenn Ihnen weiterhin egal ist, dass andere die Zeche für ihre Fantasien von einer CO2-freien Stadt zahlen müssen, dann wird Ihre politische Zukunft nicht gerade rosig aussehen, das prognostiziere ich Ihnen.
(Beifall)
Aber machen Sie nur so weiter, schließlich ist das am Ende des Tages die beste Werbung für die AfD.
Vielen Dank!
(Beifall, Zurufe)
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